Brocks Panorama – internationale Gesundheits­wirtschaft

Lesedauer beträgt 2 Minuten
Autor: Heinz Brock

Aktuelles aus der internationalen Welt der Gesundheitswirtschaft.

Schweiz
Universitätsspital Zürich auf Rang neun der weltbesten Krankenhäuser

Das US-Magazin „Newsweek“ veröffentlicht jeweils Ende Februar eine vielbeachtete Liste der besten Spitäler dieser Erde. Im Ranking „The World’s Best Hospitals“ landete das Universitätsspital Zürich unter 2500 bewerteten Kliniken auf Rang neun. Bemerkenswert ist aus Schweizer Sicht auch ein anderes Haus: Die Genfer Universitätsspital-Gruppe HUG machte einen regelrechten Sprung auf Platz 19. Mayo Clinic, Toronto General Hospital, Cleveland Clinic, Karolinska, Massachusetts General: Diese fünf Namen zieren regelmäßig die Spitze der Newsweek-Liste der besten Spitäler der Welt.

United Kingdom
Meta-Studie: Ärztliche Aufgaben lassen sich auf Pflegefachkräfte übertragen

Eine aktuelle Cochrane-Metaanalyse legt nahe, dass eine stellenweise Heil­kundeübertragung bei bestimmten Krankheitsbildern und Versorgungsschritten insgesamt die klinischen Ergebnisse verbessert. Dies ist laut der Daten etwa bei Diabetespatienten, beim Thema Wundmanagement und auch bei der Frage des Erhalts bzw. der Stärkung physischer und psychischer Fähigkeiten der Fall. Ebenso profitieren Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen von der gezielten Aufgabenverteilung. Für die Analyse wurden 82 randomisierte und kontrollierte Studien mit insgesamt über 28.000 Teilnehmenden zusammengefasst, von denen letztlich 70 ausgewertet wurden. Die Studien, die vorrangig aus Großbritannien und den Niederlanden stammen, beschäftigen sich in erster Linie mit der Heilkundeübertragung in Kliniken.

Deutschland
Gesetzlichen Krankenversicherungen droht Milliarden-Defizit

In der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) könnte im nächsten Jahr eine Finanzlücke von bis zu zwölf Milliarden Euro aufreißen. Das zeigt eine Vorausberechnung des Berliner IGES-Instituts für die DAK-Gesundheit. Versicherten und Arbeitgebern drohe dadurch ein erneuter Beitragssatzanstieg von 0,6 Punkten, warnte die Krankenkasse am Montag. Bis zum Jahr 2035 könne die Abgabenlast aller Sozialversicherungszweige zusammen auf die Marke von 50 Prozent klettern. Aktuell liegt die Quote der Sozialabgaben bei 42,6 Prozent für Arbeitnehmer mit Kindern und bei 43,2 Prozent für Arbeitnehmer ohne Kinder. DAK-Chef Andreas Storm erklärte, die Ausgaben der Kassen dürften nur noch im Einklang mit deren Einnahmen steigen. Die DAK schlägt zudem höhere Verbrauchssteuern auf Tabak und Alkohol vor.

Dr. Heinz Brock
ist emeritierter Ärztlicher Geschäftsführer des
Kepler Universitätsklinikums und Kongresspräsident des
Österreichischen Gesundheits­wirtschaftskongresses ÖGWK.
Kontakt: heinz@heinz-brock.at

Quellen und Links:

rankings.newsweek.com/worlds-best-hospitals-2026

Butler M, Kirwan M, Mc Carthy VJC, Cole JA, Schultz TJ. Substitution of nurses for physicians in the hospital setting for patient, process of care, and economic outcomes. Cochrane Database of Systematic Reviews 2026, Issue 2. Art. No.: CD013616. DOI: 10.1002/14651858.CD013616.pub2. Accessed 14 March 2026.

www.aerztezeitung.de/Politik/DAK-Gesundheit-warnt-vor-12-Milliarden-Euro-Loch-in-der-Krankenversicherung