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Illusion

Mitte März informierte das Impfservice Wien alle in der Bundeshauptstadt zur Corona-Impfung Angemeldeten per E-Mail, dass es in der kommenden Woche eine „zusätzliche Impfoffensive für Personen ab Jahrgang 1931 oder älter“ geben solle. Wer bereits über einen Impftermin verfügte, wurde gebeten, sich im Rahmen der Offensive nicht anzumelden.

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Herbstflaute?

Das Wissen um Never Events, Evidenzbasierung, Klinische Ethik, Digitalisierung, onkologische Versorgung, neue Wege in der internen Kommunikation, Fake News, Patientensicherheit in Pflegeheimen, Teamgeist, verständliche Gesundheitsinformation – unser QUALITAS-Herbstblatt ist voller Berichte und Erkenntnisse über die Arbeit unserer Health Professionals für den Fortschritt im Inneren des Gesundheitswesens.

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Kontakt

Dass Virusepidemien, die Atemwegserkrankungen verursachen, in Wellen verlaufen, war wohl nicht nur dem AGES-Infektiologen Franz Allerberger klar, und dass das Virus von selbst wieder verschwindet, darauf haben nur wenige vertraut. Ende Juli wurde im Ministerrat der Aktionsplan gegen eine zweite Covid-19-Welle abgesegnet: Die mittlerweile ad absurdum geführte Corona-Ampel ...

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Hoffnungszeichen

Ich wurde in die Generation Babyboomer geboren. Für die Kubakrise und Vietnam bin ich noch zu jung, doch Krisen, Kriege und Katastrophen säumen meinen Lebensweg.
1973 zauberte die weltweite Ölkrise autofreie Wochentage als Aufkleber hinter Windschutzscheiben. Unserer war der Sonntag. Die gesparten Liter holten wir unter der Woche locker wieder auf.

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Normal

Die neue Normalität heißt: Die Menschen weichen einander aus. Am Eingang so manchen Supermarkts meint man, einen Operationssaal zu betreten. Eine verhüllte Gestalt reicht mittels Zange Einmalhandschuhe und Schutzmaske, wacht darüber, dass beides übergestreift wird und desinfiziert den Griff des Einkaufswagerls...

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Keine Bibel

Am meisten treibt den neuen Sozialminister Rudolf Anschober derzeit die Pflege um – abgesehen vom Coronavirus. Deshalb ist er jetzt auch nicht nur Sozial- und Gesundheits-, sondern auch Pflegeminister. Bereits die vorletzte Regierung hatte nichts weniger als einen Masterplan in diesem Bereich angekündigt, bis Ende 2019 hätte ein detailliertes Konzept inklusive Gesetzen vorliegen sollen. Das wurde bekanntlich durch ein im Mai veröffentlichtes Video vereitelt.

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Missing Link

Als 1990 die Entzifferung des menschlichen Erbguts gestartet wurde, waren die Verheißungen groß. Nichts weniger als der Sieg über Krebs und andere Geißeln der Menschheit wurde versprochen, sobald wir die Sprache gelernt hätten, „mit der Gott das Leben erschuf“, wie es der amerikanische Präsident Bill Clinton blumig ausdrückte...

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Ideen

Was soll man dazu noch sagen. Die niederösterreichische Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner hat entdeckt, dass wir „auf einen drohenden Ärztemangel zusteuern“, und sie weiß auch, wie dieser für sie neuen Entwicklung zu begegnen ist: mit mehr Studienplätzen. Und zwar gleich mit doppelt so vielen, denn, so Mikl-Leitner, es gebe genügend Bewerber...

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Kontrastreich

Kontrastreich ist unser gesundheitswesentliches Arbeitsumfeld fürwahr. Für den direkt mit den Patienten und Angehörigen arbeitenden Menschen im Gesundheitswesen sind die freudigen und belastenden Erlebnisse ein Reich der Kontraste. Für Führungskräfte sind es die kleinen und großen Erfolge und Rückschläge in der Entwicklung von Menschen und Organisationen. Für die Systemexperten...

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Heillos

Das Hauptziel der Ärztegesetznovelle ist laut Gesundheitsministerium, ein modernes Qualifizierungssystem von Notärztinnen und Notärzten sowie eine Regelung für die ärztliche Anstellung und Vertretung in Ordinationen und Gruppenpraxen zu schaffen. Ein Vorhaben, das von allen Beteiligten und Betroffenen begrüßt wird.

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Aktiv

Der Auftritt war dynamisch und ließ auch an Dramatik nichts fehlen. „Eines der größten Reformprojekte der Zweiten Republik“ präsentierte Bundeskanzler Sebastian Kurz auf einer Pressekonferenz am 22. Mai und sein Vize Heinz-Christian Strache versprach das „Ende der verwalteten Patienten als Bittsteller“...

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Gelöst

Wer die neue Gesundheitsministerin dieser Tage auf einer Veranstaltung erlebt, bekommt das Gefühl vermittelt, mit ihr seien sämtliche Probleme des österreichischen Gesundheitswesens schon so gut wie gelöst. Ungebremster Run auf Spitalsambulanzen in Ballungsgebieten? §2-Kassenverträge für Krankenhäuser. Verwaiste Landarztpraxen?...

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Aufstieg

Auch wenn der Bildungsaufstieg in Österreich nur langsam erfolgt und es an der Dynamik anderer europäischer Länder mangelt, so hat sich das Bildungsniveau in Österreich in den letzten Jahren doch erhöht. Anschaulich dargestellt wird die Kurve von der Statistik Austria in ihrem alljährlichen Report Bildung in Zahlen...

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Alles anders

Veränderung. Das ist das Schlagwort, unter dem in den nächsten fünf Jahren Politik gemacht werden soll. Zumindest laut den Aussagen der beiden Parteien, die derzeit einen Koalitionspakt aushandeln. Zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe haben die türkis-blauen Steuerungsgruppen ihre Gespräche gerade erst aufgenommen. Doch...

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Durchhalten!

In anderen Branchen mag es ähnlich sein, aber das Gesundheitswesen gehört sicherlich zu jenen Wirtschaftszweigen, in denen besonders gern gejammert und kritisiert wird – von Menschen, die darin arbeiten, und solchen, die mehr oder weniger freiwillig damit zu tun bekommen. Doch manche Erlebnisse sind dazu angetan, selbst dem verbissensten Pessimisten ein hoffnungsfrohes Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Etwa ...

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Schauspiel

Ergebnisoffen, so sollte sie sein, die Studie, die bereits im Regierungsübereinkommen 2013 angekündigt wurde und die Effizienzpotenziale in der Sozialversicherung analysieren sollte. Das, was herauskommt, solle auch umgesetzt werden, versprach die damals neue und jetzt schon nicht mehr im Amt befindliche Vorstandsvorsitzende des Hauptverbands im Jänner 2016 im ÖKZ-Interview. Elf Monate später...

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Ergebnisoffen

Überwältigt vom Zauber des Anfangs, bejubelte die Tagespresse Mitte Mai den neuen Kanzler und seine Visionen. Beispielsweise die einer Zusammenlegung der Kassen. Endlich spricht es einer aus! Endlich geht einer die Verwaltungsreform und den Formschnitt des Sozialversicherungswildwuchses so richtig an! Dass Christian Kern kein Wort von einer Zusammenlegung gesagt, sondern...

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Genau gelauscht

1816 hat der Bretone René Théophile Hyacinthe Laënnec die direkte Auskultation (Ohr auf den Patientenbrustkorb) zuerst mit einer Papierrolle, später mit seinem hölzernen Hörrohr verbessert. Dann kam das Stethoskop mit Bügel für beide Ohren. David Littmann, US-amerikanischer Kardiologe deutsch-jüdischer Abstammung, verbesserte die Akustik in den 1960er-Jahren...

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Transparenz

Einer Initiative des europäischen Pharmaverbands EFPIA folgend, werden auch Pharmaunternehmen in Österreich ab Juli Zahlungen an Mediziner offenlegen. Allerdings nur dann, wenn die Ärzte damit einverstanden sind. Und das ist, so hat eine Befragung von Pfizer ergeben, nur rund jeder zweite. Die anderen wollen ihren Namen nicht...

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Einzelinteressen

Das Gesundheitsministerium hat sich zu einem außergewöhnlichen Schritt entschlossen. Oder vielmehr den ersten Schritt für einen außergewöhnlichen Schritt getan. Per Gesetz soll die Pharmaindustrie in den kommenden drei Jahren zu insgesamt rund 375 Millionen Euro an Preisnachlässen verpflichtet werden. Die Verhandlungen zwischen...

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Keep It Clear

Der Political-Correctness-Katalog schließt mittlerweile unhygienisches Visitenbettkantesitzen mit väterlichem „Na, wie geht’s uns denn heute!?“ aus. Der mündige Patient und ein informed consent auf Basis der besten verfügbaren Evidenz, empathische Patientenaufklärung auf gleicher Augenhöhe (!?) sind angesagt. Doch leicht hat es der Gedanke der Aufklärung noch immer nicht...

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Probealarm

„Health in all Policies“ ist eine Vokabel, die Gesundheitspolitiker seit ein paar Jahren besonders gern im Mund führen. Sie rangiert in der Nutzungshäufigkeit gleich hinter „Health Literacy“ und will vermitteln, dass sich fortan nicht bloß die Politiker, die kraft ihres Amtes damit betraut sind, sondern alle, die ...

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Yes, he was the great David Sackett

Es war Ende Juli/Anfang August 2002, als im norwegischen Stavanger das 10. Cochrane Colloquium stattfand. Ich saß in der Pause zwischen zwei Sitzungen mit meiner Suppe am Tisch und mir gegenüber ein Typ wie ein Holzfäller. Kariertes Hemd, Bermudashorts und ein dichter, weißer Bart. Wir kamen sofort ins Gespräch und lachten viel, bis mein Blick auf sein Namensschild fiel und mich eine Art ehrfürchtige Schockstarre ergriff. „Oh (Pause und Hand vor den Mund), you are David Sackett…“

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Zugang

Eine 91-jährige Frau wird mit Verdacht auf eine Nierenkolik ins Spital eingeliefert. Der Ultraschall zeigt einen Stein, der am nächsten Vormittag zertrümmert werden soll.
Nachdem die Patientin tags darauf bis zwölf Uhr – nüchtern – gewartet hat, wird ihr beschieden, dass die Zertrümmerung aus organisatorischen Gründen an diesem Tag nicht möglich sei. So geht das drei Vormittage nacheinander.
Am vierten Tag heißt es...

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Drama, Baby, Drama!

Zuerst war nur leises Murren zu vernehmen, schließlich wurde der Unmut unüberhörbar: Österreichs Spitalsärzte begehrten lauthals dagegen auf, für weniger Dienstzeit weniger Gehalt zu bekommen. Freilich, keine andere Berufsgruppe hätte es sich ohne Aufmucken gefallen lassen, aufgrund geänderter gesetzlicher Vorgaben Einkommenseinbußen in Kauf nehmen zu müssen. Und bei keiner anderen Berufsgruppe...

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Wenn viele das Gleiche wollen

Im deutschen wie im österreichischen Gesundheitssystem spielt das Thema Qualitätsentwicklung vordergründig eine große Rolle. Krankenhäuser, Praxen, Pflegeheime, Fachgesellschaften, ärztliche Selbstverwaltungskörperschaften, Berufsverbände, Krankenkassen, unabhängige und abhängige Institute und Forschungseinrichtungen versuchen, Qualität messbar und nach außen transparent zu machen. Mit mehr oder weniger Erfolg...

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Ungelöst

Mittels eines Initiativantrags, also ohne Möglichkeit der Begutachtung, brachten die Koalitionspartner am 24. September die Änderung des Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetzes im Nationalrat ein. Die Gesundheitsministerin sagt, damit werde der Arztberuf attraktiver. Der für die Arbeitszeit zuständige Sozialminister sagt, das Gesetz sei im Sinne von Ärzten und Patienten. Die Opposition sagt...

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Stimmungsbilder

Jeden Morgen, knapp vor sechs Uhr, postet
Sabine Oberhauser ein Foto in ihre Facebook-Chronik: ein Wetterstimmungsbild, wenn sie mit ihrem Hund Felix am Westrand Wiens Gassi geht. Diese Runden könnten in der nächsten Zeit etwas kürzer werden. Auf dem Schreibtisch, den Alois Stöger seiner Nachfolgerin hinterlassen hat, stapeln sich die Akten. Obenauf der Entwurf zur Novelle des Ärztegesetzes...