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Epidemische Dissonanz

Beunruhigen ist dieser Tage leicht: -zig Tote in Wuhan, erste Verdachtsfälle in Wien, ein Virusname, den sich jeder merkt. Das und bebilderte Outbreak-Headlines in jeder Ausgabe der ZIB des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Aber: Fürchtet euch nicht, wir haben alles im Griff! Der neue Gesundheitsminister spricht gekonnt von medial-induzierter kognitiver Dissonanz.

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Entschlacken, Küchen-Gentests & wir

Ist Ihr Säure-Basen-Gleichgewicht im Lot? Gut so! Wären Sie „übersäuert“, wären Sie ja auch ein Fall für die Intensivstation. Wie wir gelernt haben, ist der pH-Wert unseres Blutes sehr genau eingestellt. Das erledigt unser Körper selbst. Ohne teure Kuren mit dem Säure-Basen-Schmäh...

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Meine Küchen-Big-Bäng-Theorie

Meine retrograde Amnesie expandiert so verlässlich wie das Weltall oder das Gesundheitssystem. Das Gute daran ist, dass wir alle neuen Modellen Platz machen werden, wenn die Expansion zu weit fortschreitet. Die unerträgliche Expansion des Seins steigert die Chance auf Abschaffung der Modelle sehr. Allein, im Fall des Alls bin ich mir noch nicht sicher.

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Wirklich: kein Kommentar!

Im Wahljahr 2015 wird unter Mithilfe der Politik, der Standesvertretung und der Medien das 2014 mühsam aufgeblasene Seifenblasenthema „Ärztemangel“ lautstark zerplatzt. Mehr Ressourcen heißt mehr und bessere Leistungen für den schutzbedürftigen Bürger und vice versa. Die Legende feiert fröhliche Urständ.

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Gesundheitspolitik – reloaded

Der Tag danach …
Es ist weniger als erhofft, sagen die Grünen.
Es ist weder ja noch nein, sagen die Schwarzen.
Es ist ein unglaublich großer Schritt vorwärts, sagen die Blauen.
Es ist nicht selbstverständlich, sagen die Roten.
Es ist vorbei, sagen die Orangen.
Es ist Zeit, sagen die Pinken.
Es ist lernfähig, sagt der Präsident.
Es ist, wie es ist, sagt Frank.

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Selbstverwaltung & Hochwasser

Gerade haben 5.475 (96%) meldepflichtige
Rechtsträger der Medienbehörde wieder ihre Quartalsaufwendungen
für Werbung und Informationsschaltungen
in Medien sowie ihre Förderungen an Medieninhaber nach dem Medientransparenzgesetz
bekannt gegeben. Das wird veröffentlicht, damit in Zukunft Faymann und Berlakovich...

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Behind the Ritual (Gesundheitsreform-Blues)

Damit Sie’s wissen, Ihr A. di Positas ist ein alter Van Morrison-Fan. Ihnen allen würde ohne Van the Man an meinem Ohr meine Kolumne erspart bleiben. Der ist schuld. Ohne ihn kann ich nicht; nicht schreiben, nicht streichen, nicht auf den Punkt kommen. Kann ich mit ihm auch nicht, aber es tut weniger weh …

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Am Ziel vorbei

Es ist wahrscheinlich für die Welt, Wien-Favoriten und das hintere Zillertal wurscht, was die österreichische Bundesgesundheitskommission so beschließt. Darüber zu schreiben lohnt sich selbst für einen immer grantigen kolumnisten wie Ihren A. di Positas gewöhnlich nicht. Aber die „Rahmen-Gesundheitsziele“, die am 29. Juni von diesem Gremium beschlossen wurden, haben es mir angetan.

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Denke nicht an einen kleinen grünen Elefanten!

Mitten im Winter pfeift uns auch schon wieder der warme Wind der fürsorglichen Gutorganisationen um die Ohren, die sich um uns sorgen. Während angebliche 1,8 Milliarden im Gesundheitswesen zu finden seien, die man einsparen könnte, fällt vielen vieles ein, womit sich wieder Umsätze und Einkommen erzielen lassen: ...

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Der Ärztekammer neue Kleider

Wenn auch wenige Österreicher wissen, was sich wirklich hinter „ELGA“ versteckt, so ist doch den meisten die Ärztekammerkampagne ins Auge gestochen: ein gut genährter junger Mann und eine ältere Frau – nackt. Entblößt und bloßgestellt, für dumm verkauft von der Ärztekammer. Unter dem Vorwand, die Bevölkerung vor Datenmissbrauch, hohen
Kosten und anderen schlimmen Dingen zu bewahren, wurde hier eine unappetitliche Desinformationskampagne1 zum Schaden aller Österreicher unternommen...

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Health in all Policies schlägt Health Policy

Einer einzigen ÖKZ entnehme ich: „Die Kaiserschnittrate ist mit 30 Prozent in Österreich besonders hoch.“ Auf einer anderen Wiese der Medienlandschaft erfahre ich: Der Gesundheitsminister freut sich über die hohe Qualität des österreichischen Gesundheitswesens.

Und lese die ÖKZ weiter:

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Kreisky hatte Recht

...das ist wie bei den
Eisbergen, auf die ich als geborener Mexikaner
daheim immer vergeblich gewartet
hatte: Das wirklich Wichtige ist unsichtbar
unter der Wahrnehmungslinie. So wie die
wirklich Wichtigen im Gesundheitswesen
die sind, die Patienten betreuen und mit
den Angehörigen reden und ihre Arbeitsabläufe
täglich verbessern und mit den
Kollegen bessere Lösungen suchen und

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Wen interessiert das?

Zwischen Schulanfang und dem Nationalfeiertag wird tafelnd gerne
vom vergangenen Sommerurlaub
erzählt. Mehr oder minder elegant, aber immer sehr ermüdend entspinnt sich dabei ein Kampf um das bessere Urlaubs-erlebnis. Taucht einer leidenschaftlich auf den Malediven, geht ein anderer schon lange nur mehr am Port Sudan unter...

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Though this be madness, yet there is method in’t

Gerade hat Ihr A. di Positas seine Computermaus aus der Hand gelegt. Nachdem die anderen glauben, dass man nach vielen Jahren in einem Thema auch immer gescheiter
wird, durfte er an einer Umfrage der Universität Utrecht teilnehmen. Es ging darum, wie man die Verbreitung der EbM in der klinischen Praxis verbessern könnte. In Holland beschäftigen sich Universitäten mit diesem Thema. In Österreich...

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Wie vor fünfzig Jahren

Die Experten finden also immer genialere Lösungen, die Praktikern in der täglichen Routine am Patienten helfen. Sogar Patienten haben was davon. IT und EbM, Medizintechnik
und Leitlinien, Kommunikationstechnik und klinische Pfade – lauter Lösungen von Profis für Profis. Und was machen inzwischen die angelernten politischen Hilfskräfte?

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Lieber Josef,

Österreich ist nicht Griechenland. Unsere Staatsschulden
betragen erst 186 bis 200 Milliarden Euro. Es unterscheiden
sich da die Angaben um ein paar Zig-Milliarden.
Macht nix, Dein A. di Positas versteht sowieso nicht wirklich,
was eine Milliarde ist – bei dem Gehalt, das ihm sein Herausgeber
genehmigt. Bei den 186 bis 200 Milliarden sind ja auch die Schulden
der...

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Der Schellingsbecher

Jetzt ist es erst zwei Ausgaben her, wo sich der Gesundheitsminister
(diplôme) einen Fan-Anteil von 94 % für sein
Gesundheitswesen bestellt hat, und dann so was: Geht der
Hauptverbandsvorsitzende Schelling (Dr.) doch glatt her und
erklärt das weltbeste Gesundheitssystem zum Intensivpatienten.
Noch dazu zu einem, der gerade dabei sei,...

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Was Menschen Übles tun, das überlebt sie,…

Zu Weihnachten vor vielen Gesundheitssystemjahren hatte
die Direktion eines mir außerordentlich gut bekannten Universitätsklinikums wie üblich alle regionalen
Senatoren geladen. Fast zwei centuriae – teils ordentlich umgezogen, teils in zünftigem,
antinosokomialen Weiß – drängten
sich im Vortragssaal. Vor dem vorzüglichen
Buffet waren wie immer die Weihnachtsansprachen der besonders Wichtigen über sich ergehen zu lassen.

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Die Gesundheitsreform: Es gibt sie ja doch!

Dort, wo der Landeshauptmann keine Bücher liest, wurde dieser
Tage Geschichte geschrieben:
Die Landmedizin in Niederöster-reich stünde laut dortiger Ärztekammer vor dem Aus, weil 100 Hausapotheken vor der Schließung stünden und damit die Bürger gesundheitlich gefährdet seien.

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Willkommen im Club!

Wer sich für das Gesundheitswesen als Stätte seines Wirkens entscheidet, kann damit keine schlechte Wahl treffen. Möchte man meinen! Ein satter Anteil am BIP, steigende Budgets und wachsender Personalstand zeichnen
unsere Branche aus; nicht nur in Europa, nicht nur in Österreich
und nicht nur in Wien. Die Durchschnittsgehälter sind höher als sonst wo, die Arbeitsplätze noch sicherer...

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Verschwörung!

Beim Sortieren alter Zeitungen – Ihrem A. di Positas geht’s immer so im Sommer; die winterlich-heimeligen Papierstöße
auf dem Tisch und auf allen Sitzmöbeln belasten ihn mit zunehmender Schwüle – bin ich in einer alkoholisch unterstützten Vision nach einem Heimkinoabend mit Tom Cruise in „Vanilla Sky“ auf eine nationale Verschwörung allergrößter Dimension draufgekommen...

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Spätsommerüberraschung im Juni

Die Führungsseminar-Reihe „Auszeit“ findet
seit 2001 an den schönsten Plätzen der Toskana statt. Das schafft die Atmosphäre, die Lernen jenseits der Wissensvermittlung braucht. Persönlicher Austausch und Coaching
durch die Trainer sind integrierende Bestandteile des Seminars. Die TeilnehmerInnen
kommen aus Wirtschaft, Gesundheits-
und Sozialwesen.